Luthergedenkstiftung zieht Klage gegen NPD zurück

Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt hat eine Klage gegen die NPD zurückgezogen. Die Partei hatte im Jahr 2017, als Deutschland des 500-jährigen Jubiläums der Reformation gedachte, zum Bundestagswahlkampf ein Plakat mit einem Bild des großen Reformators Martin Luther verwendet. Auf dem Plakat stand: „Ich würde NPD wählen. Ich könnte nicht anders.“

Die Stiftung hatte ursprünglich geltend gemacht, dass ihr die Bild- und Urheberrechte an dem Konterfei Luthers zustehen. Die NPD vertrat die Auffassung, dass das von ihr genutzte Luther-Bild gemeinfrei sei. 

Luther legte zeitlebens immer wieder Zeugnis über seine patriotische Gesinnung ab. So werden ihm die Worte zu geschrieben: „Für meine lieben Deutschen bin ich geboren, ihnen will ich dienen.“

Dazu heute der NPD-Parteivorsitzende Frank Franz in Berlin:

“Luther wurde aufgrund seiner rebellischen Haltung sowohl von geistlichen als auch von weltlichen Autoritäten der Kampf angesagt. Wenn Politiker der etablierten Parteien und Kirchenasyl gewährende Funktionäre der großen Kirchen von heute Luther für sich in Anspruch nehmen, dann tun sie ihm unrecht. Er wäre mit Sicherheit keiner von ihnen gewesen, weil er es ablehnte, sich Meinungsdiktaten zu beugen und von einer fremden Macht regiert zu werden.

Luther ließ sich von der römischen Kirche nicht den Mund verbieten, die herrschenden Politiker und führenden Kirchenfunktionäre sind heute meist nur noch Ja-Sager und Erfüllungsgehilfen supranationaler Meinungsmacher. Ähnlich wie Luther sich damals gegen die politischen und ideologischen Diktate der Obrigkeit erhob, erheben wir Nationaldemokraten uns heute gegen die Meinungs-Diktatur, die Folgen der von oben verordneten Überfremdung und den Ausverkauf deutscher Interessen.”

Nun wird die Stiftung wohl auch künftig damit leben müssen, dass der Patriot Luther für eine patriotische Partei wie die NPD wirbt.

Berlin, den 25.11.2020

Klaus Beier

NPD-Bundespressesprecher