Unser Programm zur Landtagswahl: Bildung

Schulschliessungen_bildungBrandenburg ist auf dem besten Weg, zu einer bildungspolitischen Wüste zu werden. Der Unterrichtsausfall beläuft sich an vielen Schulen auf zehn Prozent. Im kommenden Jahr fehlen in Brandenburg über 1.000 Lehrer. 25 Prozent der brandenburgischen Schulen wurden bereits geschlossen. Die Anfahrtswege für viele Schüler haben unzumutbare Ausmaße angenommen.

Haben verantwortungslose Gesamtschulexperimente schon zu massiven Verwerfungen, der Unterforderung von Leistungsstarken und der Überforderung von Leistungsschwächeren geführt, plant die rot-rote Landesregierung derzeit einen weiteren Anschlag auf das hiesige Bildungswesen: mit der Inklusion – der gemeinsamen Unterrichtung von behinderten und nichtbehinderten Kindern – will Bildungsministerin Martina Münch (SPD) ein Konzept der Vereinten Nationen (UN) umsetzen, das so nicht praktikabel ist. Durch die Umsetzung dieses weltfremden Konzepts, das massive Mehrkosten, einen deutlich höheren Bedarf an Lehrern und Konflikte und Frustration in den Schulklassen mit sich bringt, würde Brandenburg im Bildungssektor noch weiter zurückgeworfen werden. Die Kosten der Eltern dürften ebenso steigen, da die spezielle Betreuung behinderter Kinder beispielsweise im Nachmittagshort kostenpflichtig ist, wohingegen sie in den Förder- und Sonderschulen im speziellen Leistungskatalog inbegriffen war. Monatliche Kosten belaufen sich hierbei pro Kind auf bis zu 800 Euro.

Ebenso weist die Bildungsgewerkschaft GEW auf die Risiken der Inklusion hin. Sie zweifelt die Qualität des gemeinsamen Unterrichts an und moniert, daß viele Lehrer sich überfordert fühlen, den extrem unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schüler gerecht zu werden. Die Skepsis wird durch Lehrerbefragungen untermauert. 70 Prozent der Förderschullehrer und 80 Prozent der Realschullehrer betrachten die Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts mit großer Skepsis.

Wir fordern:

– Abschaffung sämtlicher Gesamt¬schulen im Land Brandenburg, um Gleichmacherei zu beenden und Schüler ihren Fähigkeiten gemäß fördern zu können! Wiedereinführung des dreigliedrigen Bildungssystems mit gemeinsamer Grundschule und getrenntem Bildungsweg in Realschule und Gymnasium.

– Nein zur Inklusion! Förderschulen erhalten, individuelle Förderung ermöglichen!

– Investitionen im Bildungssektor erhöhen! Bildung ist Zukunftsgestaltung!

– Lehrerausbildung forcieren, um dem erwartbaren Lehrermangel frühzeitig vorzubeugen!

– Größere Gewichtung von Kopfnoten, um den Erziehungsauftrag der Schulen zu gewährleisten.

– Schulschließungen stoppen! Gesetzliche Begrenzung der Höchstfahrtzeit zu allgemein bildenden Schulen auf 30 Minuten

– Kostenlose Schülerbeförderung sowie Schulspeisung und Lernmittelfreiheit müssen Selbstverständlichkeit werden!

– Verkleinerung der Schulklassen auf maximal 20 Schüler pro Klassenverband.

– Rücknahme der Bologna-Re¬formen – Weg mit Bachelor und Master! Für die Wieder¬einführung des deutschen Diploms!

– Abschaffung von Studiengebühren für das Erststudium

– Nein zur Privatisierung des Bildungssektors! Großkonzerne raus aus wissenschaftlichen Bei¬räten brandenburgischer Universitäten!